Agentur für Arbeit
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  • Finanzielle Förderung für Unternehmen bis zu 100%

    Personal kostengünstig weiterbilden - das Qualifizierungschancengesetz macht es möglich!


Qualifizierungs­chancengesetz

Mit dem "Gesetz zur Stärkung der Chancen für Qualifizierung und mehr Schutz in der Arbeitslosenversicherung" auch kurz "Qualifizierungschancengesetz" genannt, wurde Anfang 2019 die Weiterbildungsförderung für beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgeweitet.

Die Fördermöglichkeiten staffeln sich dabei nach Betriebsgröße, somit haben kleine Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitenden die größten Fördermöglichkeiten. Diese können bei bis zu 100 % bei den der Weiterbildungskosten und bei bis zu bis zu 75 % für das Arbeitsentgelt während der Weiterbildung betragen. Für Personen ohne Berufsabschluss, die eine berufsabschlussbezogene Weiterbildung machen, kann der Zuschuss zu den Lohnkosten sogar bis zu 100 % betragen.

Welche Voraussetzungen für eine Förderung müssen erfüllt sein?

Das Ziel der finanziellen Unterstützung ist es geringqualifizierte, ältere oder vom Strukturwandel bedrohter Arbeitnehmer eine Weiterbildung zu ermöglichen. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt werden, damit die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter die Qualifizierungskosten übernimmt:

  • Die Berufsausbildung des zu Fördernden muss mindestens 4 Jahre zurückliegen
  • Der Abstand zwischen zwei Weiterbildungen muss mindestens 4 Jahre betragen
  • Die Weiterbildung muss Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, die über die aktuelle Position hinausgehen und den Arbeitnehmer somit fit für die Zukunft machen
  • Die Weiterbildung muss von einem externen, zugelassenen Bildungsträger durchgeführt werden
  • Die Weiterbildung muss mindestens 120 Unterrichtseinheiten (UE) betragen (ehemals 160 UE)

Das Qualifizierungschancengesetz wurde im Mai 2020 um das Arbeit-von-Morgen-Gesetz erweitert. Hier sind weitere Vereinfachungen bei der Förderung vorgesehen.